Der Verein WILLKOMMEN IN BARTH e.V. kümmert sich um die Integration von Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderern in Barth und koordiniert seit Oktober 2015 (in dem in nebenstehender Karte blau dargestellten Gebiet) im Amt Barth, in der Gemeinde Zingst, im Amt Altenpleen und im Amt Niepars auch das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement bei der Integrationsarbeit - eine Aufgabe, die der Landkreis Vorpommern-Rügen dem Verein im Oktober 2015 übertragen hat und die von Frau Karin Böttger verantwortet wird.

Viele unserer Vereinsmitglieder waren bis zur Vereinsgründung Mitglieder des bei Eröffnung der „Bertolt-Brecht-Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende" in Barth im Juni 2014 gegründeten „runden Tisches". Der Verein bietet nun den „Helfern der ersten Stunde" und allen neuen Mitgliedern, aber auch den vielen Unterstützern verlässliche Strukturen für ihre Arbeit.

Rund 400 Geflüchtete leben derzeit in Barth, viele kommen aus Syrien, Eritrea, aber auch aus dem Iran, dem Irak, vom Balkan. Seit dem vergangenen Sommer kümmern sich Ehrenamtliche um die Ankömmlinge, bieten Deutschunterricht, Begleitung durch den Alltagsdschungel und Hilfe bei Behördengängen an.

Was in der Anfangszeit noch unorganisiert und chaotisch war, hat inzwischen eine feste Struktur. Die ehrenamtlichen Angebote werden von unserem Verein koordiniert. Darin arbeiten neben dem Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende - MalteserWerke gGmbH - die Evangelische Kirchengemeinde Sankt Marien in Barth, der BQB Barther Qualifizierungs- und Beschäftigungszentrum e.V., die DEKRA Akademie GmbH sowie weitere gemeinnützig und gemeinwirtschaftlich tätige Organisationen aus der Region, die Stadt und das Amt Barth, die Gemeinde Zingst, die Ämter Altenpleen und Niepars, der Landkreis Vorpommern-Rügen und viele Ehrenamtliche zusammen. Inzwischen geht es aber nicht mehr allein darum, die Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer willkommen zu heißen, ihnen die notwendigen Informationen zu geben - etwa, wie die medizinische Versorgung funktioniert und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sondern um die wirkliche Integration dieser Menschen. Damit das gelingt, arbeiten inzwischen auch mehrere Migrantinnen und Migranten in unserem Verein mit, die das weiter geben, was sie von uns bisher erhalten haben: Hilfe zur Selbsthilfe!

Die Kontakte zu den Geflüchteten kommen bei Besuchen in den Unterkünften zustande. Eines der wichtigsten Angebote waren und sind die Deutsch-Kurse. „Die Sprache ist der Schlüssel", vor allem dann, wenn die Leute arbeiten wollen. In Praktika dürfen sie bis zu drei Monate eine Tätigkeit ausüben; versichert sind sie dabei über die Ausländerbehörde. Auch dabei will der Verein unterstützen. Und für Unternehmen ist dies eine „große Chance"; immerhin sind unter den Gästen auch viele Menschen mit guter Ausbildung, etwa Ärzte und Anwälte, sowie Handwerker.

Derzeit engagieren sich etwa 30 Personen dauerhaft für die Geflüchteten. Vereinsmitglieder und Unterstützer arbeiten entweder in Teams zusammen oder sind aber auch alleine tätig, treffen sich dann aber regelmäßig, um sich miteinander auszutauschen. Zudem hat sich für die Planung und Koordinierung der Vereinsarbeit eine Steuerungsgruppe - mit wechselnden Teilnehmern - gebildet. Die Gruppe trifft sich an jedem dritten Dienstag im Monat um 17.00 Uhr in der ehemaligen Diesterweg-Schule, Bleicherwall 1a, 18356 Barth. An den Treffen nehmen neben Vereinsmitgliedern und Unterstützern auch Gäste teil. Die nächste Stzung findet am 20.11.2018 statt.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, sind Sie herzlich zur Teilnahme eingeladen. Kommen Sie doch einfach vorbei!

Die unserem Verein vom Landkreis Vorpommern-Rügen übertragenen Aufgaben umfassen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Ressourcen:

  • Koordination der ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit
  • Erstellen und Pflege einer Übersicht über die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Angebote und Maßnahmen im Bereich der Flüchtlingsarbeit
  • Bündelung der ehrenamtlichen Angebote
  • Entgegennahme von Angeboten ehrenamtlichen Engagements
  • Vermittlung der ehrenamtlich Engagierten an Vereine oder andere Initiativen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind
  • Ansprechpartner für die ehrenamtlich Engagierten und die Vereine und Initiativen im Bereich der Flüchtlingsarbeit
  • Beratung und Unterstützung der Ehrenamtlichen
  • Netzwerkarbeit
  • Regelmäßiger Informationsaustausch mit der MitMachZentrale und dem Landkreis Vorpommern-Rügen
  • Vermittlung von Materialspenden
  • Unterstützung bei der Anerkennung des Ehrenamtes
  • Unterstützung und Beratung der Vereine und Initiativen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind
  • Öffentlichkeitsarbeit

Die von unserer Ehrenamtskoordinatorin, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, erstellte und regelmäßig aktualisierte Übersicht über die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Angebote und Maßnahmen im Bereich der Flüchtlingshilfe in unserer Region finden Sie unter dem Menü-Punkt Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Daneben stellen wir für alle Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe unter dem Menü-Punkt Informationsplattform weitergehende Arbeitsmaterialien und Formblätter sowie eine Zusammenstellung von Links zu interessanten Websites zur Verfügung.

Regionale Kooperationspartner bei der Migrationsarbeit

Im Rahmen der uns vom Landkreis Vorpommern-Rügen übertragenen Koordinationsaufgaben kooperieren wir mit dem Projekt „Demokratie leben!“, mit dem das Amt Niepars als geförderte Kommune ein Forum geschaffen hat, das sich mit vielen kreativen Ideen allen Facetten der Demokratie widmen wird. Ziel ist es, ziviles Engagement und demokratisches Verhalten zu fördern.

Fortbildung für Integrationsbegleiter

Um neue Helfer zu gewinnen, bietet der Verein in Zusammenarbeit mit dem Landesring M/V des Deutschen Seniorenringes e.V. eine für die Teilnehmer kostenlose Fortbildung zum ehrenamtlichen Integrationsbegleiter an.

Hier finden Sie Fakten und Argumente zur Debatte über Flüchtlinge in Deutschland und Europa.